Zeitgesteuerte Trigger: Workflows nach Zeitplan.

Alle Blog PostsLilli Schmitt am 6. August 2026
Scheduled-Triggers
Montag, 10:00 Uhr. Bevor Sie die erste Mail geöffnet haben, liegt eine Slack-Nachricht bereit: vier Kontakte, bei denen seit über drei Wochen nichts passiert ist. Die Kontakte sind sortiert nach Deal-Wert, jeweils mit dem Stand des letzten Gesprächs.

Niemand musste manuell dafür eine Liste pflegen oder sich selbst eine Erinnerung in den Kalender setzen. Möglich macht das ein neues Feature in snapAddy DataAgents: zeitgesteuerte Trigger (englisch: Scheduled Triggers), also Workflows, die einem festen benutzerdefinierten Zeitplan folgen.

Das Wichtigste in Kürze:

Workflows in snapAddy DataAgents können jetzt zu festen Zeiten starten, unabhängig von einem einzelnen Ereignis. Auswählbar sind stündliche, tägliche, wöchentliche und monatliche Intervalle, für Sonderfälle Cron-Expressions. Jeder geplante Workflow lässt sich zusätzlich jederzeit manuell starten.

Die Überlegung dahinter.

Ereignisbasierte Auslöser sind schnell und präzise. Eine Visitenkarte wird gescannt, ein Webformular kommt rein, eine Mail landet im Postfach: Der Workflow startet in dem Moment, in dem die Daten entstehen. Für alles, was mit neuen Kontakten zu tun hat, ist das der richtige Weg, und daran ändert sich nichts.

Im Vertriebsalltag gibt es allerdings eine zweite Kategorie von Aufgaben, die genauso viel Wert hat. Sie hängt an keinem einzelnen Kontakt, sondern oft am Kalender: einmal pro Woche den Stand der offenen Leads durchgehen, einmal im Monat die Pipeline gegen die Realität prüfen, laufend die Datenqualität nachziehen. Solche Aufgaben schiebt man auf den Freitagnachmittag, wenn Zeit übrig ist. Häufig bleiben sie dann einfach liegen.

Diese Aufgaben haben eine Eigenschaft gemeinsam: Es gibt kein Ereignis, an das man sie hängen könnte. Ein Lead, der sich nicht mehr meldet, schickt in der Regel keine Nachricht. Ein Deal, der bei 70 Prozent Abschlusswahrscheinlichkeit stehen bleibt, bleibt einfach stehen und gerät in Vergessenheit. Und gerade das sind die Fälle, die im Vertrieb eine wertvolle Möglichkeit bieten könnten.

Zeitgesteuerte Trigger im Einsatz:

Vier Workflows, die zeigen, was möglich ist.

Ein Zeitplan ist kein eigener Workflow, sondern ein Startpunkt. Alles, was danach kommt, sind die Bausteine, die es in DataAgents ohnehin gibt: CRM-Abfragen, Anreicherung, AI-Nodes, Slack-Nachrichten, Aufgaben.

Die folgenden vier Beispiele zeigen, was sich damit bauen lässt. Sie sind nur ein kleiner Ausschnitt, kein Katalog.

Wöchentlich:

Der Nachfass-Radar.

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Der Workflow greift zum Wochenstart auf ein klar abgegrenztes Segment zu: die offenen Leads aus einer bestimmten Kampagne, zum Beispiel alle Kontakte von der letzten Messe. Für diese prüft er, wann der letzte Kontakt stattgefunden hat. Alles, was länger als 21 Tage still ist, bleibt in der Liste. Eine AI-Node sieht sich zu diesen Kontakten die bisherige Kommunikation an, priorisiert und schlägt einen Gesprächseinstieg vor. Am Ende geht eine Slack-Nachricht an den zuständigen Vertriebsmitarbeiter.

Täglich:

Das Vertriebsbriefing.

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Dieselbe Mechanik, anderer Zweck. Der Workflow ruft die zugewiesenen Deals und die Termine des Tages ab, priorisiert die Pipeline nach Dringlichkeit, recherchiert aktuelle News zu den Unternehmen, mit denen ein Gespräch ansteht, und legt personalisierte E-Mail-Entwürfe in Outlook ab. Wer will kann sich noch ein übersichtliches Briefing per Slack oder E-Mail senden lassen.

Monatlich:

Der Forecast-Check.

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Kurz vor Monatsende, unter Zeitdruck und meist per Hand: So entsteht der Forecast in vielen Unternehmen. Mit einem geplanten Workflow landen Deals, deren Abschlussdatum in der Vergangenheit liegt oder die seit zwei Wochen nicht bearbeitet wurden, automatisch in einer Liste. Die steht am letzten Freitag des Monats bereit, bevor jemand die Zahlen nach oben meldet.

Zweiwöchentlich:

Datenpflege in kleinen Portionen.

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Statt das gesamte CRM anzufassen, nimmt sich der Workflow jede Woche ein definiertes Segment vor: zum Beispiel die Firmen, die im letzten Quartal neu dazugekommen sind. Er prüft leere Datenfelder, Duplikate und veraltete Firmendaten und zieht nach, was sich ergänzen lässt.

Der Zuschnitt ist hier entscheidend. Ein Bestand mit 150.000 Datensätzen lässt sich nicht in einem Lauf bereinigen, und das ist auch nicht der Anspruch. Ein enger Filter, dafür regelmäßig: So kommt die Aufgabe überhaupt in Bewegung.

Täglich, wöchentlich, monatlich oder per Cron.

Die Beispiele zeigen es schon: Das Intervall haben Sie selbst in der Hand. Stündlich, täglich, wöchentlich und monatlich wählen Sie direkt aus, für alles dazwischen gibt es Cron-Expressions. Wer mit Cron arbeitet, weiß bereits, was damit möglich ist.

Wichtiger im Alltag ist eine unscheinbare Eigenschaft: Jeder geplante Workflow lässt sich zusätzlich manuell starten. Sie müssen also nicht bis Montag warten, wenn eine wiederkehrende Aufgabe in dieser Woche höhere Priorität hat.

Zwei Dinge, die vor dem ersten Lauf geklärt sein sollten.

Erstens: welche Datensätze der Workflow überhaupt anfasst. „Alle Leads" ist selten die richtige Antwort, „alle offenen Leads meines Teams mit Deal-Wert über X" meistens schon.

Zweitens: was automatisch geschrieben und was zur Freigabe vorgeschlagen wird. Ein Workflow, der einmal im Quartal läuft, verzeiht eine unsaubere Regel. Ein Workflow, der täglich läuft, wiederholt sie täglich.

Ihre Tools, Ihre Abläufe, Ihr Takt.

Die vier Beispiele sind Vorlagen und keine Vorschriften. Jeder Workflow lässt sich an die eigenen Prozesse anpassen: an das CRM, das Sie einsetzen, an die Kanäle, auf denen Ihr Team arbeitet, an die Fristen, die in Ihrem Vertrieb gelten. Ob eine Nachfassfrist bei sieben Tagen liegt oder bei dreißig, entscheiden Sie.

„Der eigentliche Gewinn ist nicht nur die gesparte Zeit, sondern dass die Aufgabe überhaupt stattfindet. Zeitgesteuerte Trigger nehmen einem dabei die Erinnerungsarbeit ab. Ein enger Filter und klar definierter Workflow, der jede Woche zuverlässig läuft, ist deutlich wertvoller als der große Rundumschlag, den man dann doch wieder abschaltet.“

Bas Bergervoet, Senior Product Owner DataAgents
snapAddy

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